Test-Alltag und seine Folgen
29. November 2020

Zusammengefasst von den Mitarbeiter*innen eines Pflegeheims in Oberkärnten

In unserem Pflegeheim wurden derzeit über 30 Bewohner von 72 positiv getestet via PCR-Test. Und über 20 Mitarbeiter. 

  1. Dieser Test stimmt nicht. Es ist vorgekommen, dass am Dienstag ein PCR-Test abgenommen wurde, dieser war negativ. Dann am Donnerstag ein Antigenschnelltest, dieser war positiv. Am selben Tag noch einmal ein PCR-Test, dieser dann positiv bei derselben Person innerhalb von zwei Tagen.
  2. PCR-Test am Dienstag positiv. Antigenkörperschnelltest am Mittwoch negativ. Ebenfalls bei derselben Person einen Tag später. 
  3. PCR-Test am Mittwoch positiv, Donnerstag und Freitag ein Antigenkörperschnelltest negativ. Am Samstag um 18.30 Uhr am Abend Anruf vom Gesundheitsamt: Quarantäne für 10 Tage. Diese Mitarbeiterin ist ihrer Arbeit im Pflegeheim in der Zwischenzeit ganz normal nachgegangen! 
  4. FFP2 Masken sind fehlerhaft (laut Kärnten Heute), Antwort vom Amtsarzt: Zitat:  „Das Virus ist so klein, das kommt überall hindurch.“ Wofür müssen wir aber dann zwölf Stunden am Tag eine FFP2-Maske tragen?
  5. Wir müssen zwölf Stunden mit kompletter Schutzausrüstung inkl. FFP2-Maske, Haube, Mantel, Brille etc. arbeiten. 
  6. Es wird uns untersagt, eine Jause bzw. ein Getränk mit zur Arbeitsstelle zu nehmen. 
  7. Bewohner/innen, die sich nicht an die Quarantäne halten, werden entweder im Zimmer eingesperrt oder sediert! Das wissen die Angehörigen natürlich nicht.
  8. Durch das ständige Testen fällt Personal aus, welches in Quarantäne muss. Die Übrigen arbeiten bis zum Umfallen. 
  9. Komplett unterbesetzt: das ist fahrlässige, gefährliche Pflege. Wir haben kaum noch Zeit, die Bewohner so zu pflegen, wie sie es eigentlich brauchen und auch keine Zeit mehr zum Mobilisieren. Die meisten müssen im Bett liegen bleiben und bekommen Druckgeschwüre, da sie nicht mehr regelmäßig gelagert werden können – absoluter Notstand, kein Personal durch das Testen.

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