Mit Migräne in der Ambulanz
2. Januar 2021

Obwohl ich meine Corona-Erkrankung offengelegt hatte, wurde ich im Krankenhaus getestet. Es erfolgte keine Aufklärung und der Test wurde falsch gemacht: Die Stäbchen wurden zwei Mal schmerzhaft nach oben eingeführt, nicht in die Nebenhöhlen. Der Einlieferungsgrund war ein starker Migräneanfall. Damit lebe ich seit meiner Jugendzeit. Ich wurde intensiver nach der Lunge befragt als nach meinen akuten Kopfschmerzen. Man wollte mir weismachen, dass der Kopfschmerz ein Corona-Symptom sei. Dagegen habe ich mich gewehrt: „Seit meiner Pubertät habe ich mindestens einmal im Monat hormonbedingt Migräne. Das ist nicht plötzlich Corona, in diesem Jahr und in diesem Monat. Für mich ist das der Normalzustand.“

Alten Leuten wurde eingeredet, dass sie schwer krank seien und Lungenprobleme hätten. In der Notaufnahme war nicht viel los, das habe ich im AKH-Linz schon ganz anders erlebt. Das Personal war aber sehr beschäftigt, weniger mit den Erkrankten (um die hat man sich zu wenig gekümmert), sondern mehr mit den Maßnahmen (z.B. Schutzanzug an- und ausziehen). Trotz Kopfschmerzen musste ich Maske tragen, ebenso eine alte Dame, der schlecht war (93, positiv, aber keine Symptome). Sie musste nach einer Weile sogar erbrechen. Ich wurde entlassen, ohne dass die Heimfahrt geklärt wurde. Ich selbst konnte nicht autofahren, ich war mit der Rettung gekommen, also öffentlich? Das ging wegen Corona gar nicht, also wieder mit der Rettung. Die hatten einen riesigen Aufwand.

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