Machen Sie den Treppenversuch!
17. Februar 2021
von Walter Schönthaler

Eine Antwort auf den STANDARD-Artikel über Udo Preis

https://www.derstandard.at/story/2000124138617/corona-massnahmenkritiker-udo-preis-sitzt-zwischen-den-stuehlen

Udo Preis sitzt zwischen den Stühlen.“ – Was für ein Unsinn. Alle, die Udo kennen, wissen, dass Udo nicht sitzt. – Udo steht. Auf seinen eigenen Beinen. Er hat es sich nicht auf einem Sessel gemütlich gemacht. Udo sitzt nicht auf dem linken oder rechten Sessel. Udo ist kein Sitzender, er ist ein Stehender. Man kann zu seiner Meinung stehen – aber man kann nicht zu seiner Meinung sitzen. Wer auf einem Stuhl sitzt, links oder rechts, der ist bewegungslos. Udo steht zu seiner Meinung, aber er ist bereit, sein ganzes Leben lang zu lernen. Udo ist ein Künstler, ein wunderbarer Mensch. Udo hört andere Meinungen – und wenn sie ihm richtig erscheinen, dann akzeptiert er sie. Wenn er sie als falsch erkennt, dann hört er zu, unterbricht nicht, diffamiert nicht, verurteilt nicht. Udo setzt sich nicht auf einen Stuhl, den ihm andere hinhalten. Udo weiß: der Stuhl, der heute links steht, kann aus einer anderen Perspektive rechts sein. Machen Sie den Treppenversuch. Stellen Sie ihren Sessel auf die linke Seite einer Treppe. Dann gehen Sie nach oben und drehen Sie sich um: Schauen Sie nach unten: wo steht ihr Sessel jetzt? Verstehen Sie?

Links und rechts sind Begriffe, die sich je nach Perspektive ändern. Für jemanden, der von unten nach oben steigt und sich dabei „umdreht“, wird links zu rechts und rechts wird zu links.  Das was von unten als links wahrgenommen wird, wird von oben als rechts gesehen. Das Frame Links/Rechts ist eine Frage der sozio-ökonomischen Perspektive, es ist ein manipulatives Spaltungs-Tool.

Der essenzielle Konflikt besteht also NICHT in einem Wettbewerb von links versus rechts, sondern um den systemimmanenten Konflikt OBEN vs. UNTEN, der durch den drohenden Zusammenbruch des Finanzsystems mehr und mehr eskaliert. Die tatsächlichen Machtstrukturen werden immer offensichtlicher. Corona ist schon lange keine alleinige Angelegenheit der Medizin mehr. Oben sitzt die Parallelwelt der Politik, der Finanzindustrie mit ihrem scheinbar unbegrenzten Fiat Money, Derivaten und Leerverkäufen, der Zentralbanken, die Rüstungskonzerne, Pharmakonzerne, Medienkonzerne, Digital Konzerne wie Google, Microsoft, Amazon, Apple und die billiardenschweren Asset Management Companies, wie BlackRock, Vanguard und States Street.

Unten steht der Mittelstand, die Realwirtschaft, die freie Kunst und Kultur und die ergebnisoffene Wissenschaft im Sinne Karl Poppers.

Medien haben ihre Perspektive unter ökonomischen Druck und der oligopolistischen Eigentümerkonzentration der Medien die Sichtweise des Mittelstands weitgehend aufgegeben. Sie haben ihre Perspektive nach OBEN verlagert, sie betrachten die Welt von OBEN, durch die Augen der Parallelwelt der „Elite“ – manchmal, ohne die Verschiebung ihrer Perspektive selbst wahrzunehmen.  Durch den Aufstieg der mit Steuermittel subventionierten Medien von der Perspektive des Mittelstands in die Perspektive der Finanzindustrie werden die vor zwanzig Jahren noch als LINKS geframten Standpunkte jetzt als RECHTS wahrgenommen: die Gleichheit vor dem Gesetz, die Aufklärung, der Kampf gegen Ungleichheit und die Verteidigung der Grund- und Menschenrechte… – alles klassische sozialdemokratische, linke Positionen. Heute ist jeder, der diese Werte verteidigt, in den Augen der meisten Medien ein „Rechter“ geworden. Die Medien sind die Treppe nach oben gestiegen und diffamieren jene, die in der Mitte links stehen als Rechte.

RECHTS und LINKS sind Frames, welche die Spaltung des Mittelstandes und die Aushöhlung der Grund- und Menschenrechte vorantreiben, ebenso wie die kontinuierliche Einschränkung des politischen Diskursraumes. Political Correctness ist oft das genaue Gegenteil: Political Correctness als Correctional Politics.

Udo und seiner Plattform RESPEKT geht es nicht um Definition von links oder rechts, sondern um die Wiederherstellung der verfassungsmäßig garantierten Rechte, der pluralistischen Diskursfreiheit im Rahmen der Gesetze, die vor dem Februar 2020 Gültigkeit hatten und der Möglichkeit, unser individuelles Leben wieder SELBSTBESTIMMT im Sinne der RESPEKT-Grundsätze zu gestalten. Typisch für die Sesseldenker-Perspektive mancher Medien ist, dass in dem STANDARD Artikel die Grundsätze von Udos Plattform nicht einmal erwähnt wurden. Denn RESPEKT ist ein Akronym – jeder Buchstabe hat eine Bedeutung. Links und rechts, die Lieblingsbegriffe der Regierenden und Medien, werden sie darunter vergeblich suchen:  https://respekt.plus/ueber-uns/

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Armin Karner nach Fotovorlage von privat / DER STANDARD

Walter Schönthaler

Walter Schönthaler war mehr als drei Jahrzehnte hindurch Vorstand und Geschäftsführer von bekannten österreichischen Markenartikelherstellern im Lebensmittelbereich. Der 66-jährige Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften arbeitet heute als Unternehmensberater, Buchautor und Hochschul-Lektor für Unternehmensstrategie und Marketing.

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