Gekündigt, weil denunziert
29. März 2021

Da ich vom Beruf Diplom-Krankenschwester bin, seit einigen Jahren in Frühpension, konnte ich derzeit als Nachtschwester mit geringfügiger Anstellung in einem Konventkrankenhaus in Linz meine monatlichen Pensionseinkünfte aufbessern. Ich tat das sehr gern, bis ich am 23.02.2021 zu meiner mir länger vertrauten Zahnärztin ging, der ich von meiner Tätigkeit erzählte und auch davon, wie ich zu den Maßnahmen stünde, dass ich nicht zu einem PCR-Test gehen, sondern einen anderen vorziehen würde.

Am nächsten Tag (24.02.) erhielt ich einen Anruf vom Krankenhaus, dass ich die nachfolgenden Nachtdienste nicht mehr machen dürfte, da ich ja gestern bei einer Zahnärztin war, deren Mann als Internist in diesem Krankenhaus tätig sei. Nun, es bleibt jedem überlassen, die Zusammenhänge herzustellen. Am 05.03. erhielt ich die offizielle Kündigung, weil ich nicht für einen Test bereit war. Dies entspricht nicht der Wahrheit, da ich ausdrücklich kundtat, dass ich für einen Sputumtest bereit wäre, das aber abgelehnt wurde. Mit der Kündigung erreichte mich auch als Begleitschreiben eine nette Karte der Oberschwester, ob nicht doch eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses meinerseits möglich wäre. Dies würde natürlich für mich Nachteile beinhalten, wozu ich keinesfalls bereits bin.

Ich betrachte mich als kritisch Denkende, mündige Bürgerin und sehe dieses Vorgehen in mehrfacher Hinsicht als bedenklich an (Übertretung der ärztlichen Schweigepflicht, Datenschutzverletzung, Denunzierung).

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