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Rückfragehinweis: forum-med@respekt.plus

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit für die folgenden Zeilen: 

„Nihil nocere“  „Die Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen der Kranken nach meinem Vermögen und Urteil; mich davon fernhalten, Verordnungen zu treffen zu verderblichem Schaden und Unrecht“ – dies ist ein Teil des hippokratischen Eides, den wir Ärzte* am Tag unserer Promotion geschworen haben.

(*Die gewählte männliche Form bezieht immer gleichermaßen weibliche oder diverse Personen ein. Auf konsequente Doppelbezeichnung wurde aufgrund besserer Lesbarkeit verzichtet.)

Er gewinnt gerade jetzt an Bedeutung, wenn es um einen wissenschaftlichen aber auch menschlichen/menschenwürdigen Umgang mit der zurzeit scheinbar dringlichsten Erkrankung  geht, die uns Tag und Nacht beschäftigt: Covid-19.

Aufgrund eines Mangels an Erfahrung mit einer derartigen Situation, in der man sich nicht auf empirische Daten stützen kann, werden Prognosen in Computerprogrammen errechnet und simuliert und aus diesem Mangel auch Diagnostik-Methoden verwendet, die die Gefahr von hoher Fehlerquote oder falscher Interpretation beinhalten.

Mit Covid-19 ist ein potentes Gegenüber aufgetreten, das Verunsicherung sowohl in der Politik als auch in der Medizin gebracht hat und die Notwendigkeit, bisherige Strategien durch neue Wege und Maßnahmen zu ersetzen, obwohl niemand weiß, ob eben diese neuen Wege auch sicher und zum Wohle der uns anvertrauten Patienten bzw. Menschen sind.

Die politischen Entscheidungen im Rahmen dieser neuartigen Infektionswelle mit nicht gänzlich einschätzbarer Gefährlichkeit basieren leider hauptsächlich auf Zahlenmodellen, die vor allem durch Ergebnisse der durchgeführten Tests gestützt werden (z.B. PCR-Testungen: der PCR-Test für sich allein erlaubt jedoch – laut Erfinder, dem Nobelpreisträger Kary Mullis – für sich alleine keine Diagnose oder  Aussage über Erkrankung bzw. Infektiosität. Alle positiven Tests werden grundsätzlich mit Erkrankung gleichgesetzt, vielfach ohne ärztliche Untersuchung bzw. ärztliche Diagnosestellung).

Eine große Verunsicherung in der Bevölkerung, aber auch in unserem Berufsstand ist die Folge.

Für viele Menschen ist sehr schwer nachvollziehbar, dass auch mehrere namhafte Infektiologen/Virologen und Epidemiologen unterschiedlicher Meinung sind. So hat zum Beispiel jüngst auch der bekannte Infektiologe Univ.-Prof. Dr. Günther Weiss von der Univ.-Klinik Innsbruck Skepsis über die Massentests bei Symptomlosen geäußert. Obwohl er auch Mitglied des Beraterstabs der Bundesregierung war und möglicherweise noch immer ist, wurde er offenbar nicht gehört und es fand hierzu auch keine öffentliche Auseinandersetzung mit seiner Meinung statt.

Aus diesem Grund würden wir uns eine offene Diskussion von Spezialisten aus Medizin und Wissenschaft und Politikern aus „allen Lagern“ in einem demokratischen Sinne wünschen. 

Wir wollen unseren Beruf und unsere Verantwortung ernst nehmen und wünschen uns:

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Unterschriften

Bisher wurde das Ärztliche Manifest D-A-CH-L von 176 Personen (ÄrztInnen und medizinische Berufe) unterschrieben.

Öffentliche Unterstützer: