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Meldungen der Woche KW 45/22

Wie realistisch sind die Klima-Prognosemodelle?

Seit vergangenem Sonntag, 6.11.22 tagt die UN-Klimakonferenz COP27 (Conference of the Parties) im ägyptischen Badeort Sharm-el-Sheik. Dabei wird es erstmals auch um einen finanziellen Ausgleich für jene Staaten gehen, die von der „Klimakrise“ am meisten betroffen sind. Gefragt sind die Industriestaaten, die mit ihrem kolportierten überbordenden CO2-Ausstoß diese Schäden verursachen sollen.

Basis für all diese Überlegungen um den so genannten Klimawandel sind Modellszenarien, also Computersimulationen, die seit Corona-Tagen bestens bekannt sind, da sie ja auch dort einen wesentlichen Einfluss auf die Maßnahmen zum Umgang mit der Situation genommen haben – und, wie man jetzt weiß, oft nicht die Realität abgebildet haben.

In der deutschen Zeitung „Die Welt“ wurde unter dem Titel „Die unrealistischen Horrorprognosen“ ein bezüglich des herrschenden Narrativs sehr kritischer Beitrag veröffentlicht.

Das pessimistischste Modell mit der Bezeichnung RCP8.5 (auch hier erinnern wir uns an die „sprechenden“ Bezeichnungen der C-Virus-Varianten, die ja gerne auch als „Mutanten“ ausgegeben wurden) sei längst widerlegt. „Doch Politik und Wirtschaft nutzen es häufig. Dahinter stecken oft Eigeninteressen“, so der Verfasser des Beitrags. Diese Prognose setze einen exorbitanten Kohle-Boom voraus, für den es aber keine Anzeichen gebe. Die Menschheit müsse dafür pro Tag mehr als ein Kohlekraftwerk bauen und ihren jährlichen CO2-Ausstoß verdoppeln. Auf ein solches Szenario deutet aktuell – trotz Energiekrise und Überlegungen zur Rückkehr zu fossilen Energieträgern – nichts hin.

Das prognostizierte Szenario aber ist – wie so oft, wenn es um die Bewältigung von möglichen „Katastrophen“ geht – für so manchen ein einträgliches Geschäftsmodell, speziell für jene, die im so genannten alternativen Energiesektor tätig sind. „Erfolgreich nutzten es die beiden Milliardäre Tom Steyer und Michael Bloomberg, die Klimastudien finanzieren, um die Unterstützung für erneuerbare Energien zu erhöhen, in die sie investieren. Vor rund zehn Jahren beauftragten sie die Rhodium Group, einen Dienstleister für Wirtschaftsanalysen, mit dem ‚Risky Business Project‘, der ökonomische Risiken des Klimawandels für die USA darlegen sollte. Anstatt das RCP8.5-Szenario als unrealistisches Extremszenario auszuweisen, vermarktete das Risky Business Project es fälschlicherweise als „Weiter so wie bisher“-Szenario – mit durchschlagendem Erfolg.“ Auch der bekannte Unternehmensberater McKinsey ist an Bord: „Hunderte Millionen Menschenleben, Billionen von Dollar“ würde der Klimawandel laut „einer Studie“ von McKinsey kosten. Der Klimawandel verändere die Anforderungen an Unternehmen grundlegend. Das Unternehmen verdient „ebenfalls mit Beratung in Sachen Energiewende Geld“.

Aber auch die Regierung der USA, der Internationale Währungsfonds IWF oder deutsche Behörden nutzten dieses Extremszenario, das man eigentlich als unrealistisch kennzeichnen müsste, meinen etwa die Klimaforscher Zeke Hausfather und Glen Peters im Magazin „Nature“. Doch RCP8.5 dominiere den Diskurs. „Wissenschaftler sehen aus wie eine weitere Interessengruppe, die eine Agenda vorantreibt“, kritisierte das Wissenschaftsmagazin „Science Advances“ in einem Editorial.

Spannend in diesem Zusammenhang ist eine neue These zur Gletscherleiche Ötzi, die auf der Website des österreichischen Staatsfunks publiziert wurde. Ötzi sei demnach „vor 5.300 Jahren nicht im Herbst gestorben und danach unter Eis begraben worden, sondern im Frühling oder Sommer – und er wurde immer wieder durch Schmelzprozesse freigelegt.“ Und weiter: „Die ursprüngliche Erklärung … und die Annahmen über den damaligen Klimawandel halten demnach dem Test der Zeit nicht stand.“ Festgehalten wird jedenfalls, dass „zur Zeit um Ötzis Tod … die Alpengletscher wahrscheinlich größtenteils eisfrei“ waren und die damaligen Temperaturen „ähnlich wie heute“ waren. „Danach hat sich das Klima – wenn auch nicht so plötzlich wie bisher vermutet – abgekühlt und die Gletscher haben sich regeneriert“, meint eine befragte Gletscherforscherin. Diese Erkenntnisse sind aus ihrer Sicht „auch für ein besseres Verständnis der aktuellen von Menschen verursachten Klimaerwärmung von Bedeutung.“

Welchen Medien ist noch zu trauen?

Nur kurze Zeit nachdem von unabhängigen Journalisten eine Petition zur Erneuerung des Journalismus zur Unterschrift aufgelegt wurde (RESPEKT berichtete), wurde bekannt, dass der Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“ und jener der ORF-Nachrichtenredaktion in Chats mit Beamten bzw. Politikern enge Kontakte pflegten, die den Schluss von Interventionen in die eine und die andere Richtung nahe legen. Damit gibt es erstmals konkrete Hinweise auf die immer wieder vermutete Einflussnahme von politisch Verantwortlichen auf die Berichterstattung, die mutmaßlich auch mit Goodies für die Journalisten verbunden waren. Selbst wenn diese Handlungen keine strafrechtlichen Konsequenzen hätten, wären dadurch doch die Gebote der journalistischen Ehrenkodizes gröblich verletzt worden. Die ersten Konsequenzen waren im Fall der „Presse“ ein Ruhendstellen der Funktion und im Fall des ORF ein „In-Urlaub-Gehen“. Angesichts der drohenden Redaktionsversammlung im österreichischen Rundfunk sah sich der betroffene ORF-Chefredakteur, dem wohl das Vertrauen entzogen worden wäre, veranlasst, seinen Rücktritt bekannt zu geben.

Die Tageszeitung „Der Standard“ schuf umgehend einen Transparenzblog. „Statt ‚Wir sind so nicht‘ zu rufen, starten wir heute ‚So sind wir‘ … Wir machen künftig unsere Selbstreflexion öffentlich; wenn wir in unserer Redaktionskonferenz um medienethische Fragen ringen, werden wir in relevanten Fällen unsere Entscheidungen erklären und auch zur Diskussion stellen“, schreibt der Chefredakteur in seinem ersten diesbezüglichen Beitrag.

Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die Erkenntnisse zum Thema „Faktenchecker“, die in einem Rubikon-Artikel dargestellt sind sowie ein Blick in die Medientransparenzdatenbank, in der man nachforschen kann, wer in welchem Medium und in welcher Höhe Anzeigen geschaltet hat.

Alternativen Medien, zu denen wir auch unsere RESPEKT-Berichterstattung zählen, wird oft vorgeworfen, einseitig zu berichten und es an der nötigen Objektivität mangeln zu lassen. Als Medium der Gegenöffentlichkeit sind wir aber quasi dazu gezwungen, jene Seite ans Licht zu bringen, die in der vom Mainstream veröffentlichten Meinung zu kurz oder gar nicht vorkommt. Auf Basis einer Information zum Thema, die die wesentliche Grundlage unserer Berichte ist und die auch die „öffentliche“ Sichtweise abdeckt, zeigen wir eben in erster Linie alternative Sichtweisen dazu auf. Der Leser kann sich auf dieser Grundlage dann seine eigene Meinung bilden und muss nicht einer einzigen und vorgegebenen Sichtweise folgen.

Unser wöchentliches C-Update

In Österreich – sowie in Deutschland – hält man nach wie vor am Corona-Narrativ fest. So „feiert“ Niederösterreich in einer Aussendung den Start der C-Injektion für Kleinkinder ab dem 6. Lebensmonat am 9. November. Darin wird Folgendes ausgeführt: „Die Impfung mit dem Vakzin von BioNTech-Pfizer ist besonders für jene Kleinkinder empfohlen, die beispielsweise aufgrund einer Vorerkrankung ein hohes Risiko haben, schwere Folgen einer Covid-19 (-Erkrankung, Anm.) davonzutragen. Natürlich steht der Schutz auch für gesunde Kinder in dieser Altersgruppe zur Verfügung. Die Zahlen sprechen eindeutig dafür, dass der Impfstoff auch in dieser Altersgruppe sehr gut verträglich ist. In Niederösterreich wurden schon bis jetzt 888 Kleinkinder ab dem 6. Lebensmonat bis zum vollendeten 5. Lebensjahr off-label geimpft. Wie in allen anderen Altersgruppen schützt die Impfung insbesondere vor einem schweren Krankheitsverlauf.“

Im Gesundheitsausschuss wurde – wie der ORF berichtet – kürzlich durch eine mit den Stimmen von ÖVP und Grünen beschlossene Änderung des Epidemiegesetzes die rechtliche Grundlage für den Versand von Erinnerungsschreiben für Coronavirus-Impfungen geschaffen. Aufgegriffen wurde damit eine Empfehlung der Datenschutzbehörde. Die ELGA GmbH wurde mit der Umsetzung beauftragt. Angeschrieben werden alle ab einem Alter von fünf Jahren.

In diesem Zusammenhang hat der Gesundheitsminister auch angekündigt, das Epidemiegesetz 2023 rundum erneuern und dann auch einen umfassenden Pandemieplan präsentieren zu wollen.

GOOD NEWS

Justiz in New York auf Seiten derer, die das C-Spiken ablehnen

Wie die New York Times am 26.10.22 berichtete, hat ein Gericht in New York entschieden, dass eine Gruppe von Reinigungskräften, die entlassen wurden, weil sie sich weigerten, die von der Stadt New York für Staatsbedienstete vorgeschriebene Impfung gegen das Coronavirus zu befolgen, ihren Arbeitsplatz zurückerhalten und auch rückwirkend bezahlt werden sollten. Die Forderung der Stadt nach einer Impfung für Regierungsangestellte sei „willkürlich“ schrieb der zuständige Richter und hob die Ausnahmen hervor und schrieb, wenn es bei den Vorschriften um Sicherheit und öffentliche Gesundheit ginge, wäre niemand ausgenommen. Er sagte, dass der Gesundheitskommissar zwar die Befugnis habe, Anordnungen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu erlassen, dass er aber „keine neue Beschäftigungsbedingung für städtische Angestellte schaffen“ könne, noch könne die Gesundheitsbehörde“ einem Angestellten verbieten, zur Arbeit zu erscheinen“ oder einen Angestellten entlassen.

Die Stadt hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt; der Oberste Gerichtshof von New York ist ein Gericht der ersten Instanz, dessen Entscheidungen von höheren Berufungsgerichten überprüft werden können. Zwischenzeitlich müssen die Betroffenen und auch alle jene, die aus dem öffentlichen Dienst aus diesem Grund entlassen wurden, noch warten, welche Entscheidung die nächsten Instanzen treffen werden. Zu hoffen bleibt, dass sich auch in der Rechtssprechung immer mehr die Ansicht durchsetzt, dass Maßnahmen wie diese nicht evidenzbasiert sind.

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