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Die Wahrheit ist immer eine Tochter der Zeit

Im Gespräch mit Daniel Neumaier (Name von der Redaktion geändert), der in einer sozialen Einrichtung für niederschwellige Begleitung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen arbeitet, zeigt sich einmal mehr, welchem Stress betreute Personen ausgesetzt sind, und wie die Unterstützung durch die „Corona-Maßnahmen“ konterkariert wird.

Wie hat sich der Umgang mit den von dir betreuten Personen, durch die aktuellen Covid-Maßnahmen in deiner Einrichtung verändert?

Die größten Probleme ergeben sich mit den Lockdowns – durch die Kontaktbeschränkungen gibt es nur noch telefonisch oder online Kontakt. Hinzu kommt, dass viele der Klienten nicht über die finanziellen oder technischen Mittel verfügen, den Kontakt auf diesem Weg aufrechtzuhalten. Schon während des zweiten Lockdowns gab es diese Probleme, dann kamen noch die Masken dazu und die Reduktion der Beratungszeit. Im dritten Lockdown wurde dann der Mundschutz durch die FFP2-Maske ersetzt und mit dem vierten Lockdown wurde der 3G-Nachweis eingeführt, der de facto ein 2,5 G darstellt, da „gesund“, ja nicht mehr existiert. Dies führte dazu, dass sich ungeimpfte Klienten – zu Recht – stigmatisiert fühlen, was wiederum das Vertrauensverhältnis zwischen Betreuer und Klient beschädigt, in einzelnen Fällen kam es sogar zum Beziehungsabbruch.

Wie reagieren die betreuten Personen darauf?

Mit Angst und Unsicherheit wie es weitergeht. Zum einen ist die Niederschwelligkeit nicht mehr vorhanden. Menschen mit Beziehungsängsten meiden ohnehin die Öffentlichkeit und bleiben lieber zuhause – für diese Menschen ist der angeordnete Rückzug kontraproduktiv.  Zum anderen kam es auch in der Einrichtung zu Mobbing, Bulling, Ausgrenzung und Stigmatisierung, es herrscht ein Klima der „Impfbefürwortung“. Zum Beispiel wurde die Impfbereitschaft der betreuten Personen erhoben und weitergeleitet; von NICHT medizinisch geschultem Personal werden Impfungen empfohlen, die Klienten werden überredet und gleich für die Impfung angemeldet – datenschutzrechtlich wirft das einige Fragen auf. – Es gibt sogar Kollegen, die sich weigern „Ungeimpfte“ persönlich zu beraten, selbst wenn diese getestet sind. Verstärkt wird dieser Druck von den Geldgebern.

Zusätzlich verwirren die sich ständig verändernden Maßnahmen und Verordnungen die Klienten, was wiederum die Ängste steigert. Hinzu kommen Benachteiligungen: Angebote, die auf bestimmte Bedürfnisse von Personen zugeschnitten wurden, sind für diese nun nicht mehr zugänglich oder können nur noch von einem Teil besucht werden.

Was hat sich für dich geändert?

Viel. Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage: Ich habe meinen Job geliebt! Seit diesem „Impf“-Wahnsinn meide ich Teamsitzungen. Leider werden von Leuten in meinem Team „Parolen“ geschwungen, die alles andere als demokratisch, menschenfreundlich oder sozial sind. Es fehlt an notwendiger Professionalität; Expertise oder Fachkenntnisse werden ignoriert, persönliche und rechtliche sowie private Grenzen werden gnadenlos überschritten.

Das heißt, der Umgang mit den Kollegen ist schwieriger geworden …

Der Umgang ist nicht nur schwieriger geworden, zum Teil ist es kaum noch auszuhalten. Andersdenkende werden diskriminiert, herabgewürdigt und einfach ausgegrenzt. Die Impfquote ist der heilige Gral… ständig werden Menschen mit den immer gleichen dummen Narrativen als „Rechte, Querdenker, Egoisten, Aluhutträger, Verschwörungstheoretiker, etc.“…  diffamiert. Sogar die Weihnachtsfeier fand ohne „Ungeimpfte“ statt. Das Mantra, dass die „Impfung“ die einzige Lösung aus dem Dilemma ist, lässt wenig Raum für Gegenargumente. Das geht an die Substanz, bei allen, egal ob „ungeimpft“ oder „geimpft“. Diese Kategorisierung hinterlässt tiefe Gräben in Familien, Freundschaften, Arbeitsgruppen, und ich frage mich, wie oder wodurch, die wieder zugeschüttet werden können?

Die Stimmung ist also mehr als schlecht …

Ja, die Stimmung ist aufgeheizt und angespannt, die Mehrheit der Maßnahmenbefürworter verhält sich provokant, es wird gestichelt, ausgegrenzt, belächelt. Die Andersdenkenden, die sich „geoutet“ haben, versuchen sachlich, offen und professionell damit umzugehen. Allerdings kostet diese Haltung viel Kraft und Energie – einige meiner Kollegen sind nervlich am Limit, und viele schweigen…

Welche Notwendigkeiten bzw. Möglichkeiten siehst du, die Situation für die Betroffenen zu verbessern?

Ich versuche so wertfrei wie möglich an meine Klienten heranzugehen. Ich frage nicht nach dem Impfstatus –  falls mir das jemand trotzdem anvertraut, spielt es für mich keine Rolle, für mich zählt der Mensch! Ich versuche diese Zeit als Chance darzustellen – eine Zeit, die genutzt werden kann für selbstzentriertes Empowerment, für Zuspruch, Verständnis … und ich gebe meinen Klienten in dieser Zeit eine Pause von diesem allgegenwärtigen und allesbestimmenden C-Thema.

In der Vergangenheit wurde viel Geld in die Hand genommen, um diesen Menschen Perspektiven zu geben, im Moment hab ich den Eindruck, das alles geht verloren…

Notwendig wäre ein verhältnismäßiger Umgang mit dieser endlosen Pandemie….eine Aufhebung dieser absurden Maßnahmen und Verordnungen und ein Ende dieser sinnlosen Spaltung!

Welche Schritte wirst du für dich selbst einleiten bzw. welche Konsequenzen willst du ziehen?

Nun ich habe einen Rechtsschutz abgeschlossen und mir Rechtsbeistand geholt. Ich habe alles dokumentiert und aufgehoben, was ich beobachtet und erlebt habe, die Wortmeldungen, die internen Chats, danach habe ich mir verschiedene Handlungsmöglichkeiten überlegt und einen Stufenplan entwickelt. Ich war auch bei Demos und bin nun, obwohl ich noch nie in einer Partei aktiv war, MFG beigetreten. Ich habe Kontakt zu Personen gesucht, die ähnlich denken wie ich, und die mich so akzeptieren, wie ich bin bzw. wie ich denke. Und ich gönne mir immer wieder Medienpausen und verbringe die Zeit in der Natur. Wenn sich die Situation weiter verschärft, werde ich wohl den Job wechseln. Ich denke sogar an Flucht, weg – in ein anderes Land, wo GESUNDE MENSCHEN keinem Dauerlockdown unterworfen sind.

Wenn du Wünsche frei hättest, welche wären das?

Mein erster Wunsch wäre, dass es den Menschen ein Anliegen ist, ihre Grund- und Freiheitsrechte zu kennen, und dadurch den Mut aufbringen, für diese Grundrechte einzustehen. Mein zweiter Wunsch: Dass sich die Menschen bewusst werden, dass sie NUR DIESEN EINEN KÖRPER haben und daher für ihr Recht auf Unversehrtheit eintreten. Und Wunsch drei wäre, ENDLICH aus der Vergangenheit zu lernen – die Wahrheit ist immer eine Tochter der Zeit!

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