Plattform RESPEKT

für Freiheit, Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit

für Freiheit,
Grundrechte
und Rechtsstaatlichkeit

Die Lage der Studierenden

Gerade in den letzten Wochen zeigt sich, dass nicht jeder klein beigibt, sobald es ungemütlich wird, sondern durchaus Menschen für ihre Rechte einstehen. Und auch wenn immer so getan wird, als könnte die Welt Ungeimpfte einfach streichen, so gestaltet es sich als sehr schwierig, ein Drittel der Bevölkerung aus- und einzusperren. Besonders seit der 3G-Pflicht am Arbeitsplatz sind viele plötzlich persönlich betroffen. Dabei wirken die 3G noch sehr human, im Vergleich zur mittlerweile überall geltenden 2G. Warum das so ist, ist einfach beantwortet: Man kann es sich nicht leisten, jeden dritten Arbeiter zu verlieren. Man kann auch nicht ganz zu viel Druck auf Kinder ausüben, weil die Eltern für ihre Kinder sehr viel schneller aufstehen als für sich selbst. Dazwischen gibt es aber eine Gruppe, die scheinbar keiner mehr braucht: Studierende.

Wir haben keine Eltern mehr unmittelbar hinter uns, die für uns auf die Barrikaden gehen und uns aus der Schule nehmen können. Wir zahlen nicht die Steuern, mit denen die Regierung diesen Wahnsinn finanziert. Die Universität Klagenfurt war groß in den Medien aufgrund der eingeführten 2G Regel. Dafür gab es durchaus auch Kritik. Seitdem ist niemand so dumm, dies offen zuzugeben. So gelten an meiner Universität keine 2G…. offiziell. Sie ist nämlich aufgrund des Lockdowns vollständig gesperrt. Außer für Geimpfte und Genesene. Aber das ist doch keine 2G-Regel, wo denkt ihr hin? Es wird nicht Ungeimpften der Zutritt verweigert, sondern allen. Mit ziemlich vielen Ausnahmen… Zur Krönung dürfen diese Ausnahmen nur mit positivem Test eintreten, weil die Universitätsleitung Angst vor erneuten Impfclustern hat. Derselbe PCR-Test bei mir zählt aber nicht, ist „zu unsicher“. Wenn man diese unlogische Vorgehensweise hinterfragt, lautet die Antwort, es sei einfach politisch nicht möglich, im Lockdown jeden an die Uni zu lassen, das gäbe kein gutes Bild.

Ein Studium mit ca. 80 Prozent praktischen Fächern online zu absolvieren, ist fast unmöglich. Trotzdem sind wir dazu gezwungen. Das Lustige: Ich bräuchte eh nicht an die Uni kommen, denn die Professoren können ja auch nicht kommen, teilweile zumindest. Ich war lange überzeugt, sowieso die Einzige zu sein, die das betrifft, bis ich auf diversen Kanälen auf die Regelung an der Uni aufmerksam gemacht habe und plötzlich von immer mehr Studienkollegen angeschrieben wurde. Wir sind nicht alleine, auch wenn die Impfquote höher als anderswo ist! Trotzdem haben wir keine Chance gegen die Universitätsleitung, denn die Studienvertretung hat selbst zugegeben, für etwas, das sie nicht persönlich betrifft Ärger und Aufwand haben zu wollen und das Ganze sei ohnehin nur für vier Wochen. Für mich stellt sich da aber schon die Frage, warum man danach etwas ändern sollte. Es klappt doch prima! Ich habe Studienkollegen, die nie impfen gegangen wären, jetzt aber genesen sind. Sie würden gerne aus Solidarität ebenfalls zuhause bleiben. Bringt nur leider nichts, außer dass man sich noch mehr schadet. Einer Universität kann es egal sein, ob die Studenten Präsenzunterricht haben. Einer Regierung kann es egal sein.
Darum ist es so wichtig, dass ALLE zusammenstehen, alle Ärzte/Ärztinnen, Pfleger/Pflegerinnen, Pädagogen/Pädagoginnen, Fachpersonal, Reinigungskräfte, Angestellte im Handel und auch die sogenannten „Nicht systemrelevanten“ zusammenhalten. Ansonsten werden immer einige untergehen.

E. A. (Name der Redaktion bekannt)

Leserbriefe geben die Meinung des jeweiligen Verfassers wieder. Die Veröffentlichung erfolgt um ein vielfältigeres Bild zu schaffen.

Unterstützen Sie die Aktion „Ich sage es mit RESPEKT“

Auf einfache Art und Weise können Sie eine Unterstützungserklärung für diesen Brief abgeben. Werden Sie aktiv und sagen Sie Ihre Meinung! Jede Stimme zählt.
Durch Anklicken der Funktion „Aktiv werden“, öffnet sich Ihr E-Mailprogramm mit einem Text- und Adressatenvorschlag. Den Text können Sie nach Belieben verändern und an die gewünschten Adressen verschicken.

Hinweis: Falls die automatische Funktionalität auf Ihrem System nicht möglich ist oder Sie mit Webmail arbeiten, können Sie stattdessen auch manuell folgende Adressen in Ihre E-Mail einfügen:

Oder teilen Sie den Brief auf Sozialen Netzwerken:

Neueste Beiträge

Aktueller Kommentar

Newsletter

Newsletter