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Vom Propaganda-Virus angesteckt, am Beispiel der Uni-Klinik St. Pölten

Ein eifriger Mitarbeiter des Universitätsklinikums St. Pölten hat sich die Bitte der Klinikleitung zu Herzen genommen, „Fakten und Tatsachen sowie die Verhaltensempfehlungen (…) zu kommunizieren“ (Quelle: Klinik-Newsletter, Ausgabe 132 vom 27.10.21). Da es – wie wir uns offensichtlich alle einig sind – dem allgemeinen Interesse dient, diese Meldungen weiterzugeben, veröffentlichen wir hier die wichtigsten Strategien zur Eindämmung der Bewegungsfreiheit Ungeimpfter.

Beim Universitätsklinikum St. Pölten handelt es sich um einen Betrieb mit immerhin 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich aufopfernd um die Versorgung von Patientinnen und Patienten kümmern. „Betrieb: Man kann es nicht anders nennen, denn der Patient zählt für die Herrschaften in der Führungsebene mehr als Wirtschaftsfaktor denn als Mensch“, berichtet uns der Informant. Da überlegt man doch, wie menschlich mit Patientinnen und Patienten, aber auch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgegangen wird, und wie genau man es womöglich mit den nur in notwendigen Fällen zu besetzenden Intensivbetten und dem Ausstellen von Todesursachen nimmt, für die man entlohnt wird. Aber das sind nur weiterführende Gedanken, die sich aufdrängen und keine bewiesenen Anklagen.

Wann wird diese doofe Pandemie endlich vorbei sein?

Offensichtlich ist allerdings, dass man sich stetig mehr bemüht, ungeimpfte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Impfung zu überreden, in dem beispielsweise im aktuellen Newsletter darauf aufmerksam gemacht wird, dass man eine Wahl in Bezug auf die dauernden Tests hat: „… es ist eine Tatsache, dass mit einer Impfung all das nicht mehr notwendig wäre.“ 

Einen weiteren, besonders kuriosen Absatz aus diesem Newsletter möchten wir Ihnen auch nicht vorenthalten: „Die Sache wird nach 1 ½ Jahren wirklich zäh. Wann wird diese doofe Pandemie endlich vorbei sein? Je mehr Menschen geimpft sind, desto schneller. Da aber insgesamt die Impfrate in Österreich nicht ausreichend hoch ist, befinden wir uns nunmehr in der eigentlich völlig vermeidbar gewesenen vierten Welle, die uns sicher noch bis ins neue Jahr beschäftigen wird. Daher einmal mehr: Jede Impfung zählt!“

Erstaunlich, wie man sich überhaupt nicht mehr bemüht, eine Diskriminierung von Ungeimpften zu verschleiern. Und die hörige Masse übernimmt diese Behauptung bedenkenlos und erkennt selbst in einem medizinischen Beruf nicht die völlige Unlogik, wenn Nicht-Geimpfte für so genannte Vollimmunisierte als Gefahr bezeichnet werden. Wie effektiv ist eine solche Impfung, wenn wir uns wegen ein paar weniger weiterhin in einem Ausnahmezustand befinden? Vor allem, wo die hoch effektive FFP2-Maskenpflicht in der Klinik auch weiterhin für alle, einschließlich Geimpfte, gilt. Wieso müssen nur mehr Ungeimpfte getestet werden, wenn doch bereits bekannt ist, dass auch Geimpfte nicht frei von Virenerhalt und –weitergabe sind? Was rechtfertigt überhaupt noch eine Impfung, wenn es bekanntermaßen effektive Medikamente gibt? Und wie kann es sein, dass Ungeimpfte, die regelmäßig mit Patientinnen und Patienten zusammen kommen, nicht krank werden?

Solche Bedenken sind natürlich erlaubt, sollten aber geheim gehalten werden, wenn man auf das von der Klinikleitung angedrohte „ernste Gespräch“ verzichten möchte, das bei Uneinsichtigkeit „unausweichlich dienstrechtliche Konsequenzen“ nach sich zieht.

Eine Konsequenz gab es bereits in einer Abteilung, in der „der Abteilungsleiter alle seine Schäfchen zum Impfen bewegt hat, mit der Androhung, sie müssten die Abteilung verlassen, sollten sie sich nicht impfen lassen. Fazit: Alle (manche davon gegen ihre eigene Überzeugung) sind geimpft.“

Doch wir wollen das alles nicht als Schikanen, sondern als Vorsichtsmaßnahmen bezeichnen, die zu ausgrenzenden Nebenwirkungen führen können – ein vergleichsweise kleiner Kollateralschaden, wenn man die Menschheit retten möchte. Das sehen auch die personalschützenden Vereinigungen so: „Völlig stumm zu dieser Verschärfung der Lage für kritisch denkende und den laufenden Unsinn hinterfragende Menschen blieb die Arbeitnehmervertretung (sprich Betriebsrat und Gewerkschaft). Diese Gremien vertreten offensichtlich nur systemtreue Mitarbeiter. Wenngleich der Betriebsrat immer wieder auf die knappe Personalsituation hinweist, ist man hier scheinbar gewillt, Impfverweigerer zur Kündigung (sowohl seitens  Dienstnehmer als auch seitens Dienstgeber – wenn man sich nicht an die rigorosen Maßnahmen hält) zu bewegen.“  

Die blöden Ungeimpften

Das Mobbing beginnt also in den obersten Etagen und wird von braven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Begeisterung fortgeführt, beispielsweise, in dem man laut und vernehmlich über die „blöden Ungeimpften“ spricht, die „alle gefährden würden“. 

Wer sich zur Impfung überreden lässt, bekommt einen zweiseitigen Aufklärungsbogen vorgelegt, der mehr Informationen bezüglich medizinischer Vorgeschichte fordert als er über die gepriesene Schutzimpfung bietet. Die Auskünfte über mögliche Nebenwirkungen kommen mit einer halben Seite aus. Und auch Ärztinnen und Ärzte sind nicht über die Grenzen der Medienpropaganda hinaus bewandert: „Eine Aufklärung über die Covid-Impfung bzw. über die Covid-Impfstoffe im Sinne möglicher Nebenwirkungen bzw. der Tatsache, dass sich dieser Impfstoff quasi in der Testphase befindet und jeder Impfwillige sozusagen ein Proband ist, fand nie wirklich statt. Erschreckend finde ich persönlich, wie kritiklos viele Ärzte diese „Impfung“ über sich ergehen lassen und  wie überzeugt sie von deren „Wirksamkeit“ und „Sicherheit“ sind.“ 

„Darüber hinaus kann es sehr häufig zu (sehr starker) Müdigkeit, Kopf-, Muskel-, Gelenksschmerzen, Gelenkssteife, Schwellung in der Achselhöhle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schüttelfrost sowie Fieber bzw. häufig zu Hautausschlag kommen. Sehr häufig bedeutet, dass mehr als 1 von 10 (…) betroffen sind. Schwere allergische Reaktionen können auftreten“ (Quelle: Aufklärungs- und Dokumentationsbogen Corona-Schutzimpfung des Bundesministeriums, Version 9 vom 30.08.21).

So viel Ehrlichkeit ist beruhigend, auch wenn „mehr als 1 von 10“ recht viel sein kann. Dass die Impfung auch mit dem Tod enden kann, ist nicht erwähnenswert. Wahrscheinlich kann man sogar in diesem Fall mit einem milderen Verlauf rechnen. 

Die Pandemie der niederen Zahlen

In einem so großen Krankenhaus sollte man davon ausgehen, dass eine Pandemie eine Überfüllung zur Folge hat, doch die höchste Auslastung hatte man im November des vergangenen Jahres mit 88 SARS-CoV-2-bestätigten stationären Patienten, mit 20 eingesetzten Beatmungsgeräten und 14 Verdachtsfällen. „Damals waren wir wirklich an der Grenze, davon sind wir heute meilenweit entfernt.“

Laut aktuellen Angaben ist die Uni-Klinik bei 25 bestätigten (nein, es fehlt keine Null am Ende) und 7 Verdachtsfällen und bei 10 Beatmungsgeräten. 

Bisher gibt es insgesamt 163 Covid-19 Todesfälle. Sie dürfen selbst entscheiden, ob das für eine gesamte Pandemiezeit eine hohe Zahl ist.

(Die Angaben in diesem Artikel beruhen hauptsächlich auf den Aussagen unseres Informanten, für den wir aus praktischen Gründen die männliche Form verwenden, der – oder die – aufgrund der derzeit stark beschnittenen Meinungsfreiheit lieber anonym bleiben möchte. Ebenso wie das Geschlecht halten wir den Impfstatus geheim, weil wir wissen, was sich gehört. So viel aber sei zugegeben: Es handelt sich um jemanden, der ein Problem damit hat, wenn eine Gruppe von Menschen aufgrund wohlüberlegter Entscheidungen drangsaliert wird – eine mutige Rarität in diesen Zeiten.)

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