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ZIB1 Journalist hat eine rote Linie überschritten

Sehr geehrter Herr Mayr!

Ich war selbst viele Jahre Journalist und bin seit über 20 Jahren an verschiedenen Positionen in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Ich muss auch ausdrücklich hinweisen, dass ich die profunde Arbeit der ORF-Wissenschaftsredaktion bis zum Frühjahr 2020 extrem geschätzt habe. Auch Ihnen möchte ich persönlich gratulieren, wie Sie es immer schaffen, schwierige Sachverhalte für den Bürger auf den Punkt zu bringen.

Mit Ihrem gestrigen Kommentar in der ZIB1 haben Sie allerdings – bewusst oder unbewusst – eine rote Linie überschritten:

„Wir wissen, wir haben eine Waffe in der Hand. Wenn jetzt aber welche glauben, dass diese Waffe gefährlicher wäre als der gerüstete Gegner, dann werden sie eben mit bloßen Händen gegen diesen gerüsteten Gegner in die Schlacht ziehen. Und das kann leider oft auch tödlich enden. Dieses Virus macht keine Gefangenen, es versucht möglichst viele zu erwischen. Und je mehr Ungeschützte es jetzt erwischt, umso grimmiger wird der Winter für uns alle.“

Wie Sie bei genauer Recherche sicherlich bereits erkannt haben, kommt die Wissenschaft und die Medizin beim Thema „Corona“ weltweit nicht nur zu EINEM Schluss – was die Maßnahmen, die Bekämpfung, die Gefährlichkeit und die Impfung betrifft. Ich lade Sie ein, sich die weltweit wissenschaftlichen Erkenntnisse von Nationen zu Gemüte zu führen, die NICHT die Impfung als einzige Waffe gegen die Pandemie erkannt haben, sondern erfolgreich auf individuelle Medikationen gesetzt haben. Wir reden hier nicht von kleinflächigen Versuchsreihen, sondern von aussagekräftigen Zahlen aus z. B. folgenden Ländern:

  • Peru (32 Millionen Einwohner)
  • Mexiko City (22 Millionen Einwohner)
  • Bundestaat Uttar Prahdesch in Indien (240 Millionen Einwohner)

Es widerspricht den journalistischen Grundprinzipien und dem österr. Pressekodex, nur eine Sichtweise darzustellen. Ich kann Ihnen versichern, dass Medienverantwortliche sukzessive einen Schwenk in der Berichterstattung in Richtung Ausgewogenheit vornehmen werden müssen, um ihre bereits schwer angeschlagene Glaubwürdigkeit und Reputation nicht noch weiter selbst zu beschädigen. Denn die Erkenntnisse über die Hintergründe der Pandemiebekämpfung und deren fatale Auswirkung auf die Volksgesundheit wird spätestens in wenigen Monaten auf die breite Masse überschwappen. Die Erkenntnisse der letzten Wochen sind zu breitflächig, als dass sie langfristig ignoriert werden können

Bei einer Veranstaltung des steirischen Forschungsrates im November 2013, bei der Sie auch als Mitdiskutant fungiert haben, hat Ihr Kollege, Wissenschaftsjournalist Martin Kugler, folgendes festgehalten:

„Wie gut eine Wissenschaft ist, können wir nicht beurteilen. Das muss die Wissenschaft tun“, betont Kugler und erhält Rückendeckung von Günther Mayr: „Pro Tag kommen 200 Mails herein. Das Evaluieren von Ergebnissen ist aus Kapazitätsgründen nicht möglich.“

Es wäre daher erfrischend und im Sinne der journalistischen Ausgewogenheit, wenn im ORF auch international renommierte Experten wie John Ioannidis (Stanford University), Virologe Dr. Hendrick Streeck, Dr. Andreas Sönnichsen (MedUni Wien), DDr. Martin Haditsch (FA für Hygiene und Mikrobiologie) zu Wort kommen würden. Die Liste ließe sich  beliebig erweitern, etwa aus den „Doctors for Covid Ethics“, einer Vereinigung von international anerkannten Medizinern aus 40 Ländern, die dringend davor warnen, die Gefahren von COVID-19-Impfstoffen herunterzuspielen. Hier handelt es sich allesamt um keine Verschwörungstheoretiker.

Ich hoffe, dass auch der ORF eines der ersten Medienunternehmen ist, das wieder zu seinen journalistischen Grundwerten zurückkehrt, vom Schwarz-Weiß-Denken Abkehr nimmt und endlich wieder die unzähligen Graustufen darstellt.

Ein Tipp: Einer seriösen und umfassenden Darstellung der aktuellen Lage widmet sich übrigens die „Plattform Respekt“, die ich Ihnen sehr gerne zum umfassenden Studium ans Herz lege.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Reisenbauer

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