Plattform RESPEKT

für Freiheit, Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit

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Therapiestunde einer Redakteurin

Als Redakteurin, die vom Arbeitgeber einen Corona-Maulkorb verpasst bekommen hat, und deshalb unter einem Pseudonym für RESPEKT schreibt, nutze ich diese Plattform quasi als Schreibtherapie. Nachdem ich meinem Chef jedoch in den nächsten Tagen meinen Impfnachweis vorlegen soll, den ich nicht habe, erübrigt sich das mit dem Pseudonym womöglich ohnehin bald. Wer weiß, was als nächstes kommt? Keine Impfung, kein Job? 

Nun, was ich während meiner journalistischen Ausbildung gelernt habe (ist zugegebenermaßen schon ein paar Jährchen her), und was mittlerweile Realität in der Medienbranche ist, sind zwei Paar Schuhe. Lassen Sie uns doch beispielsweise ein paar Punkte aus dem Ehrenkodex des Österreichischen Presserates ansehen!

1. Freiheit

1.1. Die Freiheit in Berichterstattung und Kommentar, in Wort und Bild ist integrierender Bestandteil der Pressefreiheit. Das Sammeln und Verbreiten von Nachrichten und Kommentaren darf nicht behindert werden.

Wie kann es dann sein, dass Redakteure (wie ich auch), die Corona-Maßnahmen nicht kritisch hinterfragen dürfen? Oder dass sie namhaften Experten, die nicht die Mainstream-Meinung vertreten, keine Plattform bieten dürfen?

7. Schutz vor Pauschalverunglimpfungen und Diskriminierung

7.1. Pauschalverdächtigungen und Pauschalverunglimpfungen von Personen und Personengruppen sind unter allen Umständen zu vermeiden.

Ein prominentes Beispiel hierfür: ORF-Mann Armin Wolf. Aufgrund eines Inserats der Rechtsanwälte für Grundrechte bezeichnete er die Gruppe auf Twitter als „Corona-Leugner“. Vertreter dieser Gruppierung brachten daraufhin ein Unterlassungsbegehren gegen Wolf ein und forderten einen Widerruf, blitzten unlängst jedoch vor Gericht ab. Sie haben nun die Prozesskosten zu übernehmen, so sie sich nicht gegen das Urteil berufen und damit durchkommen.

Noch ein Beispiel: Die Oberösterreichischen Nachrichten schrieben am 11. September folgendes über den „Verschwörungs-TV-Sender“ schlechthin: „… Was die Talk-Formate betrifft, hat sich Servus TV längst als Plattform für Coronaleugner und -verharmloser positioniert. Immer wieder dürfen ‚Experten‘ ausladend, unwidersprochen und ohne einen Wahrheitsbeweis für die Behauptungen anzutreten, zu Wort kommen und Verschwörungstheorien zum Besten geben. (Aktueller Bezug auf Papa-Talk mit Wissenschaftern und besorgten Vätern: Andreas Sönnichsen, Roman Braun, Clemens Arvay und Christian Schubert) … .“ 

Schon wieder ist die Rede von „Leugnern“, denen man den Experten-Status lediglich unter Anführungszeichen zugesteht. Umgekehrt kommt jedoch in den Talks anderer TV-Sender auch fast ausschließlich die linientreue Fraktion zu Wort. Eine objektive Diskussion ist daher kaum möglich.

10. Öffentliches Interesse

10.2. Öffentliches Interesse im Sinn des Ehrenkodex für die österreichische Presse ist besonders dann gegeben, wenn es um die Aufklärung schwerer Verbrechen, den Schutz der öffentlichen Sicherheit oder Gesundheit oder um die Verhinderung einer Irreführung der Öffentlichkeit geht.

Wäre die Presse demnach nicht dazu verpflichtet, die Corona-Zahlen, die täglich kolportiert werden, transparent und deutlich darzustellen? Müssten die Medienkonsumenten nicht viel klarer auf mögliche Impfschäden aufmerksam gemacht werden bzw. darf man diese sogenannte Impfung medial als so sicher verkaufen? Ist es korrekt, an das Gewissen der Leute zu appellieren, sie gefährdeten als Verweigerer der sogenannten Impfung die Gesundheit ihrer Mitmenschen – wo doch bekannt ist, dass die Covid-19-Injektion weder vor einer Infektion noch vor der Weiterverbreitung des Virus schützt?

Wenn auch Sie sich Luft machen und Ihre Geschichte kundtun möchten, nutzen Sie gerne diese Plattform! Wir freuen uns über Zuschriften unter stories@respekt.plus.

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