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MRT-Odyssee

Ich hatte am 5.7.2021 einen Krankenstand angemeldet, wegen Verdacht auf Bursitis im linken Ellenbogen. Ich war in einer Wiener Klinik, wo eine Röntengaufnahme kein Ergebnis brachte, und mir eine Überweisung zum MRT gegeben wurde.

Ich machte bei einer entsprechenden Einrichtung einen MRT-Termin aus, und musste zwei Wochen darauf warten. Als ich dort war, zeigte ich mein Maskenbefreiungsattest und meinen Impfpass und wurde aufgrund des „Hausrechts“ des Hauses verwiesen, weil ich keine FFP2-Maske tragen kann.

Also machte ich bei einer anderen Einrichtung einen MRT-Termin aus, und musste nochmals zwei Wochen warten.

Dort angekommen sagte man mir, dass man mir in der Klinik hätte mitteilen müssen, dass ich das MRT im Vorfeld bei der SVS bewilligen hätte müssen. Ich könne das MRT zwar machen, aber nur, wenn ich 100 Euro Einsatz zahle. Das Bild und die 100 EUR bekäme ich aber nur dann, wenn ich eine Bewilligung nachbrächte.

Ich sandte die MRT-Überweisung zur Bewilligung. Nach zehn Tagen Bearbeitung sagte mir die SVS, ich könne das MRT zwar haben, aber nur mit Selbstbehalt, und nur in einer von sechs bestimmten Einrichtungen in Wien, darunter war aber leider nicht jene, bei der ich das Bild bereits gemacht und 100 Euro Einsatz bezahlt hatte.

Ich bin also um knapp 300 Euro umgefallen:

200 Euro für drei Monate Versicherung bei der SVS.

100 Euro Einsatz für das MRT Bild, das ich nie bekam.

Die Folgen:

Da ich kein MRT-Bild hatte, bekam ich auch keine endgültige Diagnose.

Da keine endgültige Diagnose bei der Krankenversicherung (ÖGK) einlangte, bekam ich für diese vier Wochen Krankenstand kein Arbeitslosengeld.

Diesem fehlenden Arbeitslosengeld muss ich jetzt mit weiteren Behördengängen, teuren Einschreiben-Briefwechseln und Telefonaten nachlaufen.

Ich bedanke mich herzlichst bei der österreichischen Bürokratie für die freundliche Behandlung von kranken, verletzten und benachteiligten Menschen.

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