Die psychosozialen Folgen der Maßnahmen
02. März 2021
von Plattform Respekt

Ein Interview mit Univ. Prof. Dr. Manuel Schabus über seine Studie „Wissen und Einstellungen zur Corona-Pandemie“

Ziel der Studie ist es, einen repräsentativen Überblick über die Beurteilung der aktuellen Lage der Corona-Pandemie in der deutsch-sprachigen Allgemeinbevölkerung zu erhalten. Sie hat für sehr viel Aufmerksamkeit gesorgt und wurde auch in den sogenannten Leitmedien viel diskutiert, zuletzt am 21.2.2021 in der ORF-Sendung „Im Zentrum“. Die Studie ist mit fast 4000 Teilnehmern ungewöhnlich groß. Gefragt wurde, in welchen Medien sich die Teilnehmer informieren, ob öffentlich-rechtlich, auf Ministeriumsseiten, Facebook oder privaten Fernsehkanälen wie Servus TV.

Die Studie brachte erstaunlicher Ergebnisse mit extremen Ausschlägen zu Tage. So ist die größte Angst der Menschen nicht, dass sie selbst an dem Virus erkranken, sondern dass es Angehörige trifft, gleich gefolgt von der Angst vor Armut und dem Verlust der Meinungsfreiheit und Demokratie. 81% äußern sich regelmäßig gegen die Maßnahmen, aber engagieren sich nicht aktiv, gehen z. B. nicht auf Demonstrationen oder beziehen in sozialen Medien keine Stellung dazu. Die größte Belastung besteht darin, keine sozialen Kontakte zu haben, d.h. keine Angehörigen oder Freunde treffen zu können und keinen Sport, vor allem Mannschaftssport, machen zu können. Auch der Konsum von Nachrichten über Corona wird als belastend empfunden. Menschen mit Kindern sind sehr durch das Homeschooling belastet. Hinzu kommt die Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit.
Auch die privaten sozialen Konflikte sind ein großes Thema, viele haben Angst, ihre Meinung zu äußern, wenn diese von der Mehrheitsmeinung abweicht.

Unglaublich ist auch, wie die Gefährlichkeit des Virus überschätzt wird, bis um das 50-fache. Interessant dabei ist, dass bei der Gruppe, die sich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk informiert, die Überschätzung dreimal höher ist!

Rund 40% wollen sich impfen lassen, 30% sind noch unentschlossen und weitere 30% wollen sich nicht impfen lassen. Über 50% der Impfwilligen wollen dies nicht aus gesundheitlichen Gründen tun, sondern weil sie ihr altes Leben wieder zurückhaben wollen.Diese Studie, mit all ihren erschreckenden Ergebnissen, ist eine weitere Bestätigung dafür, dass die Maßnahmen vollkommen überschätzt und überzogen wurden und dass die Ängste, die permanent und noch immer über Leitmedien geschürt werden, ihre dramatischen Wirkungen bereits heute zeigen. Die Ergebnisse belegen, dass uns allen durch den medial herbeigeführten Dauerstress, egal ob durch die Angst vor dem Virus oder die Angst vor den Auswirkungen der Maßnahmen, nachträglich gesundheitlicher Schaden zugefügt wird.

Univ. Prof. Dr. Manuel Schabus lehrt im Centre for Cognitive Neurosience der Universität Salzburg, interviewt wird er von der Journalistin Karin Steger.



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