Abenteuer Einkaufen ohne Maske
22. Dezember 2020

Bei meinem Besuch in einem Möbelhaus in Vöcklabruck hielt mich  am Eingang des Einkaufszentrums ein Wachmann an – mit der Aufforderung: „Maske!“ Ich erklärte ihm, dass ich ein ärztliches Attest habe und aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen kann. Das interessierte ihn nicht. Hier müsse jeder, der hinein möchte, eine Maske tragen. Ich antwortete ihm, dass ich mich diskriminiert fühle. Daraufhin schlug er mir vor, dass ich mich ja beschweren könne. Ich verließ zunächst das Geschäft, doch draußen dachte ich: „Das kann‘s doch nicht sein, wo bleiben hier meine Rechte?“ Also ging zurück und sagte dem Sicherheitsbeamten, dass ich sein Verhalten nicht korrekt finde. Plötzlich kam der Geschäftsführer angerannt und fragte, wo das Problem sei. Auf meine Erklärung hin verlangte er das Attest und kommentierte lapidar: „Warum setzen Sie die Maske nicht auf, es dauert doch nicht lange.“ Ich erwiderte: „Ich bin kein Sklave.“ Unverrichteter Dinge verließ ich das Möbelhaus. Ich merkte noch an, dass ich mich bei der Geschäftsleitung in der Zentrale beschweren werde – was ich am selben Abend noch tat (ich habe dies schon bei mehreren Geschäften gemacht, bisher immer mit positiver Wirkung). Auf eine Antwort dieses Möbelhauses warte ich noch immer.

Kurz vor Weihnachten musste ich dann noch einmal in dasselbe Einkaufszentrum, um ein bestelltes i-Pad abzuholen. Ein Mann des Sicherheitspersonals kannte mich bereits aus der Begebenheit im Möbelhaus einige Wochen davor. Wieder akzeptierte man meine ärztliche attestierte Maskenbefreiung nicht. Man verwies mich an den Geschäftsführer, drohte mir vorher aber noch, etwas lauter, mit der Polizei mit dem Hinweis, ich könne mich ja bei der Bezirkshauptmannschaft beschweren. Auch der Geschäftsführer bestand dann auf die Maskenpflicht und stellte eine Strafe von bis zu 1.500 Euro in Aussicht

Ich suchte also die Bezirkshauptmannschaft in Vöcklabruck auf, wo man mich zunächst ebenfalls abweisen wollte, mit der Begründung, dass es Termine nur nach telefonischer Voranmeldung gäbe. Nachdem ich den Vorfall geschildert hatte, setzte sich eine Security-Bedienstete dann doch für mich ein und ich bekam umgehend einen Termin bei der Amtsärztin, der ich den Vorfall schilderte. Ein netter Beamter, der alles mitgehört hatte, empfahl mir, beim zuständigen Juristen der Behörde ein Stockwerk höher vorzusprechen.

Ich schilderte meine Misere. Sein Kommentar: „Sie haben ja keine Ahnung, was sich bei uns alles abspielt.“ Ich wies darauf hin, dass sich die Vöcklabrucker Polizei über die Bestimmungen der Regierung hinwegsetzt und keine Befreiung mehr akzeptiere (so die Begründung des Personals des Einkaufszentrums). Von einer Klage wegen Diskriminierung riet er mir ab und unterbreitete mir, nach einem kurzen Telefonat mit der Geschäftsführung des Einkaufszentrums, folgenden Vorschlag: Wenn ich in Zukunft ohne Maske einkaufen wolle, dann solle ich vor dem Hintereingang der Supermarkt-Filiale warten und den Geschäftsführer anrufen. Dieser würde mich dann zu den jeweiligen Shops begleiten.
Was soll man dazu noch sagen?

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